Veröffentlicht am 31.05.2021
Die Corona-Pandemie und die monatelangen Schließungen der Casinos und Spielhallen hat jeden Glücksspielanbieter stark getroffen – so auch Novomatic. Um nun das Unternehmen zu sichern, plant Novomatic eine Umstrukturierung. Wie dies vonstatten gehen möchte, haben wir durchleuchtet.
Globalisierung wird angestrebt
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Novomatic ist bereits weltweit vertreten und trotzdem lautet der Plan, die Globalisierung anzustreben. Besser gesagt, es soll die bestehende Globalisierung gestärkt werden, indem alle vorhandenen Spielhallen gebündelt werden. Um das zu erreichen, wurde Thomas Komnacky zum Leiter der neuen Abteilung Global Operations benannt. Bislang war Komnacky im Bereich der Marktanalyse und Strategieentwicklung tätig. Somit bringt er ausreichend Erfahrung mit sich.
In Zukunft wird Komnacky mit dem Novomatic Vorstand Ryszard Presch zusammenarbeiten. Oberstes Ziel der neuen Abteilung ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Hauptunternehmen und allen Zweigstellen. Hierzu sollen Ansprechpartner am Hauptort eingestellt werden, die die Kommunikation mit den jeweiligen Zweigstellen übernehmen. Dank dieser soll auch eine bessere Betreuung der Zweigstellen erreicht werden. Auch in diesem Bereich wartet Komnacky mit ausreichend Erfahrung auf, da er bereits für Novomatic als Leiter von zwei Auslandsstellen gearbeitet hatte.
Das von Novomatic gesetzte Ziel ist mit viel Arbeit verbunden. Immerhin müssen 1.900 internationale Spielstätten zusammengeführt werden. Hierunter befinden sich nicht nur Spielstätten, sondern auch Betriebszweige, die Glücksspielequipment vermieten. Gelingt das gesetzte Ziel, könnte Novomatic gerettet werden.
Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Pandemie
Novomatic versucht nun mit neuen Ideen, das Unternehmen so zu erhalten wie es ist. Immerhin arbeiten in diesem Glücksspielkonzern 21.000 Mitarbeiter weltweit. Ein hoher Anteil dieser befand sich aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. Zudem wurden im letzten Jahr 120 Mitarbeiter entlassen. Im Vergleich zu anderen Konzernen, zum Beispiel MGM, handelt es sich um eine sehr geringe Anzahl von Kündigungen.
Trotzdem muss Novomatic mit Umsatzeinbußen von 80 Prozent zurechtkommen. Diese wurden nicht auf nationaler, sondern auf internationaler Ebene erzielt. Somit ist inzwischen der Grund ersichtlich, weshalb eine enge Zusammenarbeit mit den internationalen Zweigstellen angestrebt wird. Die angeschlagenen Zweigstellen müssen wieder ins Lot geraten, um die erwirtschafteten Einbußen wieder auszugleichen. Das Ergebnis hängt mit Sicherheit davon ab, wann die Corona-Pandemie bekämpft ist und ab wann die Spielhallen wieder öffnen dürfen. Geschlossene Casinos wirken sich auch auf die Vermietung von Equipment und die Produktion Spielgeräten aus. Werden diese nicht mehr in Auftrag gegeben, leidet das gesamte Unternehmen unter der Pandemie.
Bisherige Maßnahmen führten bedingt zum Erfolg
Novomatic hat in den letzten Monaten bereits einiges unternommen, um den erwirtschaften Verlust von 262,8 Millionen Euro zu beheben. So hatte Novomatic beschlossen, für 2020 keine Dividende auszuzahlen. So war es immerhin möglich, die Nettoverschuldung auf 10,2 Prozent zu senken. Der Anteil des Eigenkapitals ist ungefähr so hoch wie immer. Dank dieser Zahlen ist Novomatic noch gut aufgestellt und blickt relativ positiv in die Zukunft.
Das mag auch daran liegen, dass die Pandemie bald bekämpft zu sein scheint und die Casinos langsam wieder öffnen dürfen. Ist dies der Fall, dann läuft auch der Bereich mit der Vermietung von Gaming- und Video-Lottery-Terminals wieder an. Normalerweise werden mehr als 200.000 solcher Geräte vermietet.
Es gibt jedoch einen weiteren Grund, weshalb sich die Verluste von Novomatic im Rahmen halten und weshalb sich der Umsatz bald wieder normalisieren könnte. Schließlich ist Novomatic auch im Bereich des Online Glücksspiels tätig und besitzt die Marke Greentube. Diese Marke ist derzeit sehr erfolgreich und konnte erst kürzlich bei einer Ausschreibung gewinnen. Hierbei ging es um eine Zusammenarbeit mit der luxemburgischen Nationallotterie.
Online Glücksspiele sind derzeit die einzige Chance
Wer im Moment sein Glück herausfordern möchte, wendet sich an ein Online Casino. Das ist die einzige Möglichkeit, Casinospiele und Slots zu genießen. Zumindest gilt das solange, bis die ortsansässigen Casinos wieder öffnen dürfen. Aber auch nach der Öffnung diverser Casinos und Spielhallen werden diese weiterhin beliebt sind. Weshalb? Ganz einfach: Die Online Casinos waren immer schon sehr beliebt und werden es auch nach der Pandemie sein. Immerhin konnten sich die Online Casinos während der Corona-Pandemie beweisen und ihren Stand stärken.
Das liegt nicht nur daran, dass sie derzeit die einzige Chance zum Spielen darstellen. Weitaus wichtiger ist, dass ein Online Glücksspielanbieter wesentlich mehr Spiele präsentiert und auch mit einer hohen Anzahl an Promotions begeistert. Grundsätzlich wählen die Spieler zwischen Freispielen ohne Einzahlung, Turnieren, Boni und Cashback. Solche Promotions bieten ortsansässige Casinos nicht an. Allein dies könnte der Grund sein, weshalb Online Casinos schon immer sehr beliebt waren. Teilweise werden die Angebote direkt vom Hersteller, zum Beispiel Novomatic, angeboten. Weitet das Unternehmen seine Promotions aus, könnte sich die Beliebtheit steigern und das angestrebte Ziel ist einfacher zu erreichen.